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#LBM 2016

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Die Leipziger Buchmesse hatte 2016 wieder einige Höhepunkte für mich parat. Und der Leitsatz weniger ist mehr hat sich dieses Jahr voll ausgezahlt.

Den Auftakt am Donnerstag bildete ein Experten-Diskussionsforum im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktes Europa 21 – Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen. Im Café Europa debattierten der syrische Philosoph, Universitätsprofessor und Menschenrechtsaktivist Sadik al-Azm, Nahostkorrespondent Karim El-Gawhary und Politik- und Islamwissenschaftler Michael Lüder über die Geschichte, Ursachen und Bedeutung der Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten.

LBM16_Cafe Europa

v.l.n.r.: Sadik al-Azm, Karim El-Gawhary, Michael Lüder und Moderator Lothar Müller

Einstimmiger Tenor: die komplexe Problematik im Nahen Osten wird nicht so einfach zu lösen sein, dazu spielen die vielen geopolitischen Interessen der einzelnen Akteure eine zu große Rolle. Die nächste Flüchtlingswelle werde wohl aus Lybien kommen und spätestens im Frühjahr einsetzen. Karim El-Gawhary schilderte zugleich tragische wie berührende Schicksale Flüchtender, die er in seinem aktuellen Buch „Auf der Flucht zusammengefasst hat.

Höhepunkt des Messedonnerstags war für mich die Veranstaltung »25 Jahre Leipzig liest« in der wieder eröffneten Kongresshalle am Zoo. Im großen Jugendstil Saal unterhielt zunächst Buchmesse Direktor Oliver Zille auf Sächsisch. Des Weiteren wurden ein gut gelaunter Clemens Meyer, der aktuelle Preisträger des Leipziger Buchmessepreises Guntram Vesper mit seinem Roman „Frohburg“ und Schriftsteller Christoph Hein zu seinem aktuellen Buch „Glückskind mit Vater“  interviewt.

Der Freitag begann bei einem Frühstück am Stand der Stiftung Buchkunst, die dieses Jahr 50jähriges Bestehen feiert, ging über in einen spanischen Small Talk mit Benedict Wells bei Diogenes und endete in einer wunderbaren Abendveranstaltung. Die Büchergilde Gutenberg lud Genossen und Interessierte in das Museum für Druckkunst, um die illustrierte Neuausgabe „Das hündische Herz“ von Michael Bulgakows vorzustellen.

Übersetzer Alexander Nitzberg und Illustrator Christian Gralingen erzählten von ihrer Arbeit am Werk und verschafften mir Einblicke in ihren nicht ganz so gewöhnlichen Arbeitsalltag.

Am Samstag konnte ich, einer alten Tradition folgend, neuen Stimmen aus Chile lauschen. Die chilenische Botschaft präsentiert alljährlich debütierende oder alt bekannte Schriftsteller vom anderen Ende der Welt. Diese Buchmesse stellten Antonia Torres und Lina Meruane ihre aktuellen Werke auf Spanisch und auch zum Teil auf Deutsch vor. Immer wiederkehrendes Thema ist die Verarbeitung der Diktatur unter Pinochet und das damit einhergehende Motiv des Erinnerns.

Chilenische Literatur

v.l.n.r.: Antonia Torres, Moderator Benjamin Loy und Lina Meruane

Als Literaurbloggerin bot mir die Messe auch dieses Jahr wieder jede Menge Angebote und Plattformen, um mich mit anderen Bloggern auszutauschen. So besuchte ich die bücher.macher-Podiumsdiskussion »Die Buchbeschleuniger«, wobei leider ein Blogger im Podium fehlte. In der Bloggerlounge traf sich offiziell oder inoffiziell die Bloggerszene und am letzten Tag wurde das allseits heiß diskutierte Thema Professionalisierung und Monetarisieung auf der erstmalig durchgeführten Konferenz für Literaurblogger nochmals ausführlich auseinander genommen. Alle Beiträge der »buchmesse: blogger sessions 16« könnt ihr dank voice republic hier anhören.

Viele Bloggerkollegen hielten ihre Erlebnisse ebenfalls fest und so entsteht ein vielschichtiges Stimmengewirr zur Leipziger Buchmesse 2016 – so bunt wie die Messe selbst.

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  5. Ah, demfall warst du die Spanischsprechende beim Treffen mit B. Wells! Ich spreche zwar nur minim spanisch, hab eure Diskussion aber verstanden :-)

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