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Schlagwort-Archive: Lateinamerikanische Literatur

„Bücher wird es immer geben“ – zu Besuch beim Berenberg Verlag

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Ein Berlin Aufenthalt im Jahr muss sein. Und schon im Vorfeld der Planungen war mir klar, dass ich unbedingt die Chance nutzen musste einen Berliner Verlag aufzusuchen. Meine Wahl fiel auf den Berenberg Verlag, der erst vor drei Jahren sein 10jähriges Jubiläum feierte.

Berenberg Verlag ©glasperlenspiel13

Berenberg Verlag ©glasperlenspiel13

Die Verlagsräume befinden sich in Berlin Mitte in einer ruhigen Seitenstraße, der Sophienstraße 8, unweit des Hackeschen Marktes. Herzlich empfangen wurde ich von Beatrice Faßbender, langjährige Mitarbeiterin, und Verleger Heinrich von Berenberg.

Das der Verlag in Berlin sitzt, ist dem beruflichen Werdegang von Berenberg geschuldet. Dieser ging nach der Insolvenz des Syndikats Verlags (Frankfurt) in den 80er Jahren in die Hauptstadt zum unabhängigen Wagenbach Verlag.

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***Lateinamerikanische Literatur*** Ángela Pradelli: Das Haus des Vaters

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Mit „Das Haus des Vaters“ schenken die argentinische Autorin Ángela Pradelli und die Übersetzerin Marion Dick dem deutschsprachigen Raum einen literarischen Schatz. Gerade mal 139 Seiten umfasst der Roman, den man im eigentlichen Sinne nicht als solchen verstehen kann, denn viele kleine Episoden reihen sich in loser Folge aneinander.

Die Ich-Erzählerin verliert ihren Vater, ihr Nachbar Ramón seinen besten Freund. Zunächst erwartet man die übliche Trauerbewältigung aber nein so einfach macht es Ángela Pradelli ihren Lesern nicht. Wir erfahren nicht, wie die Tochter leidet, sondern wie es vor dem Tod im Haus des Vaters mit ihm zusammen war und wie es jetzt ist – ohne ihn. Wie plötzlich Leerstellen entstehen und Alltägliches in der Vergangenheit hinterfragt wird.

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***Lateinamerikanische Literatur*** Leonardo Padura: Die Palme und der Stern

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Wann, o Gott, würde der Roman meines Lebens enden, damit seine Realität beginnen könnte.

Leonardo Padura

Leonardo Padura_Die Palme und der SternLeonardo Padura feierte in diesem Oktober seinen 60. Geburtstag. Sein deutschsprachiger Verlag feiert gleich mit:  Der Unionsverlag in Zürich besteht nun schon seit vier Jahrzehnten. Im Jubiläumsjahr erscheint auf Deutsch sein Roman „Die Palme und der Stern“, der bereits 2002 auf Spanisch erschien.

Paduras Roman ist aktueller denn je und wird wohl die nächsten Jahrzehnte nicht an Aktualität verlieren. Befasst er sich doch mit dem Thema des Exils, den damit verbundenen Enttäuschungen, der Entwurzelung und dem aufgezwungenen  Leben fern von der Heimat. An zwei Biografien, die er parallel im Roman entwickelt, zeigt er auf, wie das Leben außerhalb der Heimat zu einer Farce werden kann. Wie Hoffnung und Glaube verschwinden und sich Resignation und Wut breit machen können.

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