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Natascha Wodin liest aus „Sie kam aus Mariupol“

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Von Natascha Wodin habe ich das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse 2017 gehört. Sie gewann in diesem Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Ihr Buch „Sie kam aus Mariupol“ ist Zeugnis und Lebensbericht zugleich.

Rose-Maria Gropp (F.A.Z.) und Natascha Wodin im Literaturhaus Frankfurt ©SchöneSeiten

Rose-Maria Gropp (F.A.Z.) und Natascha Wodin im Literaturhaus Frankfurt ©SchöneSeiten

Ich hatte die Gelegenheit sie kurz nach der Messe bei einer Lesung im Literaturhaus Frankfurt kennenzulernen. Vieles was Natascha Wodin an diesem Abend der Moderatorin Rose-Maria Gropp von der F.A.Z. und dem Publikum erzählte, erfährt der Leser auch in ihrem Buch. Ihr gesamtes schriftstellerisches Werk und so auch ihr aktuelles Buch durchzieht eine autobiografische Sichtweise, die sich vor allem mit dem Thema der Entwurzelung und der Heimatlosigkeit beschäftigt.

Ihr Text „Sie kam aus Mariupol“ sei aber weder Roman noch Autobiografie. Sie betonte, dass sie ihre Bücher grundsätzlich nicht benenne. Normalerweise nehme der Verlag die Kategorisierung vor. In diesem Fall waren sie sich wohl beide einig und deshalb sei dieses Werk ein namenloses Kind.

Ihr Text beginnt mit der Suche nach ihrer Mutter im Internet und als sie tatsächlich in einem Forum namens „Azov´s Greeks“ eine Personenbeschreibung fand, die zu ihrer russischen Mutter passte, verfiel sie zunächst in einer Art Schockstarre,  Konstantin, einer der Betreiber dieses Forums, war in den darauffolgenden Wochen und Monaten ihr Helfer und Freund. Unermüdlich suchte er mit ihr zusammen nach Quellen und Informationen über Ihre Familie aber vor allem über ihre eigene Mutter. Diese nahm sich das Leben als Natascha Wodin gerade mal zehn Jahre alt war.

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