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Schlagwort-Archive: Büchergilde

Irmgard Keun: Kind aller Länder

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Wie erlebt eine 10jährige die Flucht durch halb Europa? Irmargd Keun lässt in ihrem Roman „Kinder aller Länder“ mit der kleinen Killy eine Heldin auftreten, die Antworten geben kann. Auf kindlich-naive Art schildert sie die verhängnisvolle Situation der Exilierten in den  30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

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Erlesenes & Büchergilde in Mainz

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Erst vor kurzem stellte ich Petra Hartliebs Roman „Meine wundervolle Buchhandlung“ unter dem Titel Die schönsten Geschichten schreibt das Leben vor. Von dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage konnte ich mich erst neulich wieder überzeugen. Im wieder eröffneten Büchergildeladen Erlesenes & Büchergilde in Mainz traf ich mich mit der neuen Inhaberin Silke Müller, sprach über ihr Projekt und schaute mich auch gleich im neuen Laden um.

Silke Müller_Büchergildeladen Mainz

Das Konzept überzeugte mich sofort. Eine der Grundfarben im Geschäft ist GRÜN. Zehn Tage lang schuftete Silke mit einem ehrgeizigen Team, um dem Laden eine persönliche Note zu geben. Übernommen hatte sie diesen von Vorgängerin Margunde Schenk, die die Buchhandlung über 20 Jahre führte.

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Übersetzerin Kirsten Brandt im Gespräch: Mercè Rodoreda lässt einen ein wenig trauriger, ein wenig glücklicher und sehr viel weiser zurück

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Mercè Rodoredas bekanntestes Werk  „Auf der Plaça del Diamant“ ist seit 1962 auf Deutsch zugänglich. Hingegen unentdeckt blieb lange Zeit ein kleiner literarischer Schatz der katalanischen Schriftstellerin. Autor und Journalist Roger Willemsen hob diesen 2014 und gab den Roman Der Garten über dem Meer“ beim Mare Verlag heraus. Das Buch erscheint jetzt in neuem Gewand im dritten Quartal der Büchergilde Gutenberg. Der Übersetzerin Kirstin Brandt ist es zu verdanken, dass auch wir Deutschen in den Genuss kommen. Grund genug einmal bei ihr nachzufragen.

Mercè Rodoreda: Der Garten über dem Meer

Mercè Rodoreda: Der Garten über dem Meer

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#lbm15 und die Literatur

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Die Leipziger Buchmesse 2015 ist vorbei. Neben den vielen herzlichen Begegnungen mit Literaturbloggern und Menschen aus der Branche habe ich vor allem viele Anregungen für die zukünftige Lektüre erhalten. Kurz zusammengefasst, möchte ich auf kommende Höhepunkte hinweisen.

Ein sehr wichtiger Schwerpunkt war dieses Jahr das Jubiläum 50 Jahre Diplomatische Beziehungen Israel-Deutschland. In diesem Rahmen besuchten viele israelische SchriftstellerInnen mit neuen Texten die Buchmesse in Leipzig. Unter anderem Amos Oz und Meir Shalev. Beide begeistern mich mit ihrem Werk aber vor allem faszinieren sie mich als Menschen. Beide sind ungewöhnlich unterhaltende Erzähler und schöpfen aus einem unendlichen Fundus an Geschichten und Anekdoten. Amoz Oz erlebte ich mit seinem neuen Roman „Judas“ im Schauspielhaus Leipzig während Der langen Nacht der deutsch-israelischen Literatur. Einen atmosphärischen Bericht kann man bei „Leipzig lauscht“, dem Blog zu Leipzig liest nachlesen.

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Einzigartige Editionen bei der Büchergilde

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Die Büchergilde hat in den letzten neun Jahrzehnten immer wieder einzigartige und zugleich sehr wichtige Editionen ins Programm genommen. Im Rahmen meines Büchergilde-Specials möchte in diesem Beitrag eine kleine Auswahl vorstellen. Er soll zugleich den gesellschaftlichen Anspruch, den Geschäftsführer Mario Früh in seinem auf glasperlenspiel13 geführten Interview (Part I & Part II) angedeutet hat,  unterstreichen.

 Graphic Journey – Reiseberichte der anderen Art

Sebastion LörscherGanz neu und pünktlich zum Jubiläum startet eine ganz besondere Edition: Graphic Journey. Sebastian Lörscher, Illustrator und Autor, hat mit seinem Band „Making Friends in Bangalore“ schon für einigen Wirbel in den deutschen Medien (Zeit Online, Deutschlandradio,)  gesorgt und wurde jetzt sogar für das schönste deutsche Buch 2014 nominiert. Herstellungsleiterin Cosima Schneider erinnert sich: „Die Idee zu einer Buchreihe von sehr persönlichen Reiseberichten bekam ich durch ein Gespräch mit Sebastian Lörscher auf der Frankfurter Buchmesse. Er zeigte mir zwei beeindruckende Exposés, in denen er auf faszinierende Weise zeichnerisch über seine Erfahrungen mit Land und Leuten auf Haiti und in Indien erzählt.“ und erklärt: „Wir haben uns bei der Graphic Journey ganz bewusst gegen ein fest gebundenes Buch entschieden um etwas von der Beweglichkeit des Unterwegsseins auch schon haptisch erfahrbar zu machen. Papier, Druck und die Verarbeitung dieses Buches sind von traditionell hoher Qualität.  Gekrönt wird diese Broschur mit einem Rundumfarbschnitt, der nach wie vor in Handarbeit aufgetragen wird.“

Die Graphic Journeys sollen sporadisch erscheinen und neue Perspektiven auf Land und Leute aufzeigen. Bereits für den Herbst 2015 ist die Veröffentlichung einer weiteren Ausgabe geplant. Wieder wird ein Illustrator auf sehr persönliche Weise durch fremde Länder führen. Ich muss gestehen, dass mich dieser Band wirklich fasziniert hat. Die vielen liebevollen, gestalterischen Details verbunden mit einem witzigen, quirligen Indien-Eindruck sind ein Muss für alle, die das Reisen lieben, die Fernweh und ein Feingespür für Ästhetik haben.

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Die Büchergilde & die Illustration – Ein Galeriebesuch bei Bernhard Jäger

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Bernhard Jäger bei der Arbeit für die Bibliothek von Babel

„Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt“

Louis Borges
 

Im Rahmen meines Specials zum 90jährigen Jubiläum der Büchergilde Gutenberg wollte ich unbedingt auch einen Illustrator zu Wort kommen lassen. Lebt doch die Buchgemeinschaft vor allem auch von den illustrierten Büchern.  So besuchte ich den Künstler Bernhard Jäger in seinem Frankfurter Atelier und bei mehren Tassen Tee sprachen wir über Kunst, Fantastische Literatur über die Büchergilde, Hesse, Kinderbücher, Computer und Borges.

Eines der gewagtesten Herstellungsabenteuer der Büchergilde war wohl die Veröffentlichung der Bibliothek von Babel, die Louis Borges gemeinsam mit dem italienischen Verleger Franco Maria Ricci 1974 veröffentlichte. So hat sich der argentinische Schriftsteller zu Lebzeiten sein eigenes kleines Stück Paradies geschaffen und 30 Bände der Fantastischen Literatur zusammengestellt. Die Büchergilde beauftragte Bernhard Jäger, selbst großer Liebhaber jener Gattung, die 30 Buchumschläge für die einzelnen Ausgaben zu illustrieren. Wie sich herausstellte ein Mammutprojekt für den Künstler.

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Im Gespräch mit Mario Früh – Geschäftsführer der Büchergilde Gutenberg (Part II)

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Im Rahmen meines Specials: 90 Jahre Büchergilde erscheint heute nun der 2. Teil des Interviews mit Geschäftsführer Mario Früh. Teil 1 erschien bereits vor einigen Wochen.

90 Jahre sind ein Grund zum Feiern. Wie begeht die Büchergilde dieses Jubiläum bzw. was für Aktivitäten/Veranstaltungen wird es geben?

Momentan sind wir noch am Planen. Es gibt aber auch schon jetzt ein besonderes Angebot für die Buchgemeinschaft. Ich nenne es „Hinter die Kulissen schauen“. Das heißt, dass die Mitglieder die Möglichkeit haben sich für Besuche in den Druckereien, Bindereien und bei der Büchergilde selbst anzumelden. Immer nur ein Festakt, das war der Büchergilde im Sinne der Gemeinschaft zu wenig. Einiges kommt aber noch, wie zum Beispiel eine Jubiläumsbroschüre.

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