Mein Weg zur Büchergilde-Genossin

Ich kannte die Büchergilde lange Zeit nicht! Mit Anfang 30 entdeckte ich die Buchgemeinschaft das erste Mal in der Buchhandlung am Freiheitsplatz in Hanau. Ein Angebot lockte mich: bei Eintritt in die Büchergilde erhielt ich 2 oder 3 Bücher kostenfrei dazu. Ich war danach verpflichtet, jedes Quartal ein neues Buch zu kaufen. Das eigentliche Konzept dahinter war mir aber zunächst nicht klar.

Aber ich kaufte Quartal um Quartal neue Bücher und stellte sie auch auf meinem Blog kurz vor. 2015 feierte die Büchergilde ihr 90. Jubiläum und im Rahmen dieses Geburtstages setzte ich mich erstmals intensiver mit der Büchergilde auseinander. Ich fragte im Verlag an, ob man an einer Kooperation interessiert sei. Monate später saß ich bei Mario Früh, dem damaligen Geschäftsführer, im Büro in Frankfurt und interviewte ihn über zwei Stunden lang. Ich erfuhr so viel über die von Leipziger Druckern gegründete Buchgemeinschaft, dass ich das Interview in zwei Beiträge aufteilen musste: Teil 1 und Teil 2.

Da die Büchergilde seit Beginn für schöne illustrierte Bücher stand, wollte ich damals auch jemanden aus diesem Bereich zu Wort kommen lassen. Der Illustrator Bernhard Jäger hatte einen wesentlichen Teil zum Erscheinunsgbild der Büchergilde in den letzten Jahren beigetragen. Ich besuchte ihn in seinem Frankfurter Atelier und wir unterhielten uns über seine Arbeiten für „Die Bibliothek von Babel“.

Galerie Bernhard Jäger und Silke Müller | ©glasperlenspiel13

Mit meinem Umzug nach Mainz war klar, dass die Büchergilde-Buchhandlung der Stadt meine neue Heimat für gute Bücher wurde. Zur etwa gleichen Zeit übernahm eine neue Besitzerin den Büchergilde-Laden, baute komplett um und schon kurz nach der Eröffnung interviewte ich die Inhaberin Silke Müller von „Erlesenes & Büchergilde“.

Durch meinen Literaturblog hatte ich weiterhin eine sehr intensive Verbindung zur Buchgemeinschaft. Es gab Bestrebungen für Kooperationen mit Blogger und Bloggerinnen und es wurden verschiedene Aktionen gestartet. Mit Blogger Stefan Mesch sprach ich damals bei der Büchergilde über meine Intension und meine Ideen. Nebenbei schrieb ich weiter für und über die Buchgemeinschaft. Mit der Übersetzerin Kirsten Brandt näherte ich mich der katalanischen Autorin Merce Rodereda und für ein Projekt des Masterstudiengangs Angewandte Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin schrieb ich einen Beitrag für „Du bist, was du liest“. Ein tolle Idee, die heute noch fortwirkt, ist die Beteiligung von Literaturbloggerinnen und -bloggern bei der Erstellung des Büchergilde-Magazins.

Mit jeder Kooperation, mit jedem Gespräch und gekauften Buch kam ich der Büchergilde ein bisschen näher, so dass ich mich Anfang 2022 schlussendlich entschied, der Genossenschaft beizutreten und meinen persönlichen Beitrag zu leisten, dass Literatur und Bücher unabhängig von großen Verlagen publiziert werden können. Es sind keine besonderen Vorteile, die mich dazu bewegten, vielmehr der reine Idealismus.

©glasperlenspiel13
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1 Kommentar

  1. Liebe Vera,
    über Deine Beiträge zur Büchergilde habe ich mich sehr gefreut. Die Gilde ist für jeden Lesefreund ein wunderbarer Fundort für gute aber auch für schöne Bücher.
    Ich hätte das Glück durch meine Eltern früh in Berührung mit der Gilde zu kommen.
    Dadurch sind wir selbst schon lange Mitglied.
    Von meinen Eltern habe ich manch schönes aus der Gilde geerbt, so Ausgaben zu B. Traven und Jack London. Einiges davon habe ich auch rezensiert.
    Das vielleicht bemerkenswerteste Buch von der Gilde ist Karel Čapek und »Der Krieg mit den Molchen«, herrlich illustriert von Hans Ticha.
    Gruß aus Berlin!

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