Blogs der Buchbranche im Porträt | Klett-Cotta Blog

Die Reihe Blogs der Buchbranche im Porträt geht in die nächste Runde. Heute stellt sich der Blog des Klett-Cotta Verlages aus Stuttgart vor. Seit knapp zehn Jahren schreibt Dr. Heiner Wittmann für den Blog und hat in dieser Zeit ein beachtlichen Archiv aufgebaut. Klett Cotta Blog 01

Seit wann gibt es den Blog?

Den Blog für Klett-Cotta gibt es seit März 2007.

Warum gibt es den Blog und was gab den letzten Anstoß, diesen aufzusetzen?

Wir hatten für die Französische-Redaktion des Ernst Klett Verlags ein Jahr vorher einen Blog für deutsch-französische Beziehungen www.france-blog.info gegründet, und die positiven Erfahrungen damit brachten mich dazu, Klett-Cotta einen Blog vorzuschlagen.

Welche Zielstellung verfolgt der Verlag damit?

Der Blog soll ausgewählte Titel von Klett Cotta und TROPEN mittels Leseberichte bekanntmachen. Es sind keine Rezensionen, die schreibt der Autor auf seiner eigenen Website, sondern Berichte = Leseberichte über gelesene Bücher eines Hauses unserer Verlagsgruppe. Der Autor des Blogs ist völlig frei und schreibt nach eigenem Gutdünken über seine Lektüren. Hinzu kommen Veranstaltungshinweise und Fotos von Veranstaltungen. Es werden auch Themen aus der Buchbranche oder der Online-Welt genannt, besonders wenn sich dabei die Gelegenheit ergibt, Titel von Klett-Cotta zu nennen. Zum Beispiel erinnere ich an den Lesebericht: Johann Friedrich Cotta, Ein Leben für die Literatur, wenn man in der Online-Welt wieder einmal das Urheberrecht aufweichen will und glaubt, die Aufgaben eines Verlegers oder der Verlage unterschätzen zu können.

Wie unterscheidet sich der Blog der Verlagsgruppe Klett  von anderen Verlagsblogs?

Den Leseberichten folgen im Prinzip Beiträge „Nachgefragt…“ mit einem Interview mit der Autorin oder dem Autor über YouTube: Gespräche und Interviews. Zum Beispiel:  Lesebericht: Roland Kachler: Die Therapie des Paar-Unbewussten
gefolgt von Nachgefragt: Roland Kachler: Die Therapie des Paar-Unbewussten.

Spontanität, ein ungeplantes Interview und das richtige Gesprächsklima führen zu bemerkenswerten Gesprächen, wie das mit Daniel Illger: Wie kommt man zum
Fantasy-Roman?, bei dem erklärte er, wieso er nach der Lektüre von Camus zum Fantasy-Roman kam.

Welche Themen/Formate sind besonders wichtig?

Merkur Klett CottaGemäß den Interessen des Autors des Blogs geht es vor allem um Literatur, Geschichte, Philosophie und Pädagogik, aber auch die Psychologie bekommt auf dem Blog einen breiten Raum. Außerdem erhalten die Zeitschriften von Klett-Cotta, vor allem der MERKUR, eigene Leseberichte auf dem Blog. Themen zum Internet und Web 2.0 (42 Beiträge) wurden bisher oft aufgegriffen. Und der Autor als Romanist liest auch Fantasy-Bücher und freut sich, deren Autoren zu treffen: Nachgefragt: Patrick Rothfuss, Die Musik der Stille.

Wie setzt sich die Redaktion zusammen und wo ist sie intern angesiedelt?

Es handelt sich um eine Ein-Mann-Redaktion, die zur Unternehmenskommunikation der Ernst Klett AG gehört und die alle Aufgaben für den Blog wahrnimmt: Lesen, Schreiben, Recherche, alle Fotos und Videos. Lediglich das Design des Blogs wird mittlerweile von der Agentur übernommen, die auch für http://www.klett-cotta.de tätig ist.

heiner-wittmann
Heiner Wittmann – Redakteur des Klett-Cotta Verlagblogs

Welche Themenplanung liegt dahinter? Wie langfristig, nachhaltig sind die Themen angelegt?

Das Blogprogramm richtet sich nach den Neuerscheinungen von Klett-Cotta und TROPEN, von denen wichtige Titel auf dem Blog in Form eines Leseberichts besprochen werden. Aber es werden je nach Aktualität auch ältere Bücher genannt. Manchmal gibt es Wünsche von verschiedenen Abteilungen von Klett-Cotta, das ein oder andere Buch möge auf dem Blog erscheinen.

Welche Technik wird dafür verwendet und mit welchen Kanälen ist der Blog verbunden?

Der Blog arbeitet mit WORDPRESS und diversen Plugins. Die Video-Filme werden von der Blog-Redaktion konzipiert, aufgezeichnet und mit MAGIX bearbeitet, so zuletzt auf der Frankfurter Buchmesse 2015: Nachgefragt: Judith Holofernes, Du bellst vor dem falschen Baum. Die Artikel des Blogs werden auf der Facebook-Seite von Klett Cotta angezeigt, und der Blog hat seit einiger Zeit einen eigenen Twitter-Account  unter dem Logo von Klett-Cotta.

Gibt es einen Austausch mit der Community bzw. gibt es Feedback von Seiten der Leser?

Es gibt einige Kommentare und Kontakte über Twitter und Facebook.

Wie wird der Erfolg gemessen? Und welche Kriterien werden dafür angesetzt?

Ich trau keiner Statistik, besonders nicht denen von Websites. Da es keine Cookies und keine anderen Tricks gibt, um die Besucher zu identifizieren, kennen wir die Leser des Blogs nicht. Unser Kollege aus dem Online-Marketing bei Klett-Cotta hat mir gesagt: Die vielen Aufrufe unserer Seiten die vom Blog kommen, möchten wir nicht missen.

Gibt es einen besonderen Wunsch für die Zukunft?

Wir wünschen uns viele Leser des Blogs, die sich von den Leseberichten inspiriert fühlen und dann in ihre Lieblingsbuchhandlung gehen, das Buch kaufen und lesen.

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Was gibt es noch zu sagen oder ein kreativer Exkurs der Redaktion.

Gespräche mit Autorinnen oder Autoren sollten auf dem Blog viel öfters vorkommen, sie könnten auch kürzer sein, drei vier Minuten, so wie auf dem Frankreich-Blog Rupert Neudeck spricht über La Peste mit markanten Aussagen, die auch Jahre später noch so interessant sind wie das Gespräch mit Peter Pender (1923-2008) am 27. März 2007 auf der Buchmesse in Leipzig. Ein Gespräch mit Peter Bender oder so wunderbar spontane Interviews wie mit Angelo Trippa (1955-2014) über Silvia Avallone, Ein Sommer aus Stahl.

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