Blogs der Buchbranche im Porträt | Hundertvierzehn – S. Fischer Verlag

Heute präsentiert sich kein Blog, sondern ein verlagseigenes Online-Magazin. Die Übergänge sind mittlerweile fließend, was nicht nur auf Seiten der Verlagshäuser, sondern auch bei Literaturbloggern in meinem Umfeld zu beobachten ist. Obwohl meine Reihe die Blogs der Buchbranche in den Vordergrund stellt, zögerte ich nicht meine Fragen auch der Redaktion von Hundertvierzehn zu schicken.

hundertvierzehn_s.fischer verlagSeit wann gibt es Hundertvierzehn?

Unser literarisches Online-Magazin www.hundertvierzehn.de gibt es nun seit über zwei Jahren, die erste Ausgabe erschien zur Frankfurter Buchmesse 2013.

Warum gibt es Hundertvierzehn und was gab den letzten Anstoß?

Wir, die Lektorinnen und Lektoren des S. Fischer Verlags, sind täglich in Kontakt mit unseren Autorinnen und Autoren. In diesen Gesprächen ist das nächste Buch natürlich nur ein Thema von sehr vielen, viele unterschiedliche Projekte werden angerissen und Debatten geführt, die – so dachten wir – nicht im Zwiegespräch bleiben sollten, sondern auch für unsere Leserinnen und Leser interessant sind und daher einen Ort brauchen, wo sie sichtbar gemacht werden können. Mit Hundertvierzehn.de haben wir uns einen digitalen Raum geschaffen für Literatur und literarisches Leben. Seit Oktober 2013 sind mehr als 200 Beiträge entstanden, in denen wir unsere Autorinnen und Autoren beim Nachdenken auf Nebenwegen und dem Schreiben begleiten.

Welche Zielstellung verfolgt der Verlag damit?

Wir möchten sowohl mit AutorInnen als auch unseren LeserInnen intensiv ins Gespräch kommen. Hundertvierzehn.de dient als eine Plattform für Ideen, auf der es um literarische Experimente und neue Möglichkeiten des Erzählens geht.

Wie unterscheidet sich Hundertvierzehn von Verlagsblogs?

Wir verstehen uns als Online-Magazin, dessen neue Ausgabe im 14-tägigen Rhythmus erscheint und als Newsletter abonniert werden kann.

Welche Themen/ Formate sind besonders wichtig?

Für unser Magazin gibt es keine Themen- und/ oder Formatvorgaben. Wir können in Text und Bild nahezu alles zeigen, was unsere AutorInnen und Autoren umtreibt.

Wie setzt sich die Redaktion zusammen und wo ist sie intern angesiedelt?

Die Beiträge werden von unseren Autorinnen und Autoren in Zusammenarbeit mit ihren jeweiligen Lektorinnen und Lektoren erarbeitet. In der wöchentlichen Redaktionssitzung kommen VertreterInnen aus den S. Fischer-Lektoraten für deutschsprachige und fremdsprachige Literatur sowie Sachbuch/ Wissenschaft und eine Kollegin aus der Presseabteilung zusammen.

Redaktion S. Fischer Hundertvierzehn
v.l.n.r.: Max Farr, Jasmin Rackl, Albert Henrichs, Jasmin Düring und Alexandra Strohmeier. Es fehlen Oliver Franke und Juliane Thiel. © S. Fischer Verlag

Welche Themenplanung liegt dahinter? Wie langfristig, nachhaltig sind die Themen angelegt?

In unserer Redaktionssitzung stellen wir die nächsten Ausgaben zusammen, sprechen über neue Beiträge und deren Umsetzung und entwickeln Ideen für Rubriken, Reihen und Sonderformate. Bei der Planung sind uns Flexibilität und die Möglichkeit für Spontanität wichtig: teilweise planen wir Monate im Voraus, oft agieren wir aber auch ganz kurzfristig.

Welche Technik wird dafür verwendet und mit welchen Kanälen ist der Blog verbunden?

Wir arbeiten mit einer eigens programmierten Website, da wir möglichst frei in der Gestaltung der Beiträge sein wollen. Wer nichts verpassen möchte, kann neben dem Newsletter auch unseren RSS-Feed abonnieren oder uns auf Facebook, Twitter und Instagram folgen.

Gibt es einen Austausch mit der Community bzw. gibt es Feedback von Seiten der Leser?

Ja – und es ist durchweg positiv, was uns sehr freut und motiviert, so weiterzumachen wie bisher.

Wie wird der Erfolg gemessen? Und welche Kriterien werden dafür angesetzt?

Die wichtigsten Erfolgskriterien sind tatsächlich die Rückmeldungen, das lebendige Interesse und der Enthusiasmus, der dem Projekt von allen Seiten entgegengebracht wird.

Gibt es einen besonderen Wunsch für die Zukunft?

Wach bleiben! – im winterlichen Nachmittagstief wie auch toujours im Hinblick auf die Literatur.

 +++   +++   +++   +++   +++   +++   +++   +++   +++

Was gibt es noch zu sagen oder ein kreativer (in diesem Fall sportlicher) Exkurs der Redaktion.

Was noch aussteht, liebe Vera, ist eine Einladung an dich, bei uns vorbeizukommen, das ganze Redaktionsteam kennenzulernen und mit uns vielleicht sogar eine Runde Ping Pong zu spielen? Wir freuen uns auf dich!

Das S. Fischer-Team beim Ping Pong-Spielen
Das S. Fischer-Team beim Ping Pong-Spielen
Advertisements

2 Comments

Und was sagst du dazu ...?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s