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Blogs der Buchbranche im Porträt | Egmont Graphic Novel Blog

Veröffentlicht am

In meiner Reihe Blogs der Buchbranche im Porträt stellt sich heute mittlerweile der vierten Blog vor. Dieses Mal ist die Grundlage für den Inhalt kein rein belletristisches Programm, wie beim Diogenes oder Kiwi-Blog, sondern eine ganz besondere Comicgattung. Beim hauseigenen Verlagsblog von Egmont Graphic Novels dreht sich, wie der Name schon verrät, alles um graphic novels.

Egmont Graphic Novel Blog

Egmont Graphic Novel Blog

Eine hilfreiche Erklärung was graphic novels eigentlich sind, gibt der Verlag gleich selbst:

Ist eine Graphic Novel ein grafischer Roman? Ein Comic für Erwachsene? Oder etwas ganz anderes? Eine eindeutige Definition gibt es bisher nicht. Wenn man versucht, den Begriff zu klären, stößt man immer wieder auf die Frage, wie man Graphic Novels und Comics unterscheiden kann. Grundsätzlich gilt: Jede Graphic Novel ist ein Comic, aber nicht jeder Comic ist eine Graphic Novel. Graphic Novels stehen also nicht in Konkurrenz zu Comics, sondern sind vielmehr eine besondere Form dieser Literaturgattung.

Wenn man über Graphic Novels spricht, kommen häufig verschiedene Aspekte ins Spiel, die diese Literaturform kennzeichnen. Ein einziger dieser Aspekte macht einen Comic noch nicht zu einer Graphic Novel, doch treffen mehrere dieser Aspekte bei einem Comic zusammen, kann von einer Graphic Novel gesprochen werden.

  • Das Werk richtete sich an ein erwachsenes Publikum.
  • Der Autor hat großen Einfluss auf das Werk. Der Einfluss des Verlags tritt deutlich hinter dem des Autors zurück.
  • Das Werk ist nicht an ein Standardformat gebunden (z. B. an das Format der US-amerikanischen Comichefte oder der französischen Alben), sondern weicht davon ab.
  • Das Werk ist abgeschlossen.
  • Das Werk ist nicht an ein Genre (wie z. B. Fantasy, Western oder Science-Fiction) gebunden, sondern es steht ein Thema im Vordergrund.

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Seit wann gibt es den Blog?

Der Blog startete kurz nach der Einführung unseres Labels im Oktober 2013.

Warum gibt es den Blog? Welche Zielstellung verfolgt der Verlag damit?

Wir wollen den Lesern zeigen, wie spannend, vielfältig und interessant unsere Graphic Novels sind. Das tun wir, indem wir unsere Titel präsentieren (z. B. durch Leseproben), aber auch, indem wir hinter die Kulissen schauen und zusätzlichen Content fürs Web liefern, den man im Buch so nicht finden kann. Mit unserer Präsenz im Web sind wir außerdem jederzeit ansprechbar für Leser, die Fragen zu unseren Titeln haben, für Journalisten und für Künstler. Der Blog ist ein Element des umfangreichen Marketingkonzepts von Egmont Graphic Novel. Im Online-Bereich gibt es darüber hinaus einen Facebook-, einen Youtube– und einen Twitter-Kanal.

Wie unterscheidet sich der Blog von Egmont Graphic Novel von anderen Verlagsblogs?

Wir bieten den Lesern ein vielfältiges Online-Magazin rundum das Thema Graphic Novels. Das Ganze ist ein Mix aus Leseproben, Trailern, Interviews, Veranstaltungshinweisen, Pressespiegeln, Gewinnspielen und vielem mehr.

Welche Themen/Formate sind besonders wichtig?

Uns ist die Erstellung von Content besonders wichtig, mit dem die Leser tiefer in das jeweilige Buch eintauchen können. Interviews und Einblicke in die Werkstatt des Autors spielen eine wichtige Rolle, aber auch Veranstaltungen und Buchbesprechungen.

Wie setzt sich die Redaktion zusammen und wo ist sie intern angesiedelt?

Redaktion: Christopher Bünte

Redaktion: Christopher Bünte

Inhaltlich werden all unsere Social Media Kanäle von einem Redakteur von Egmont Graphic Novel betreut, technisch von unserer Online-Marketingabteilung.

Welche Themenplanung liegt dahinter? Wie langfristig, nachhaltig sind die Themen angelegt?

Bei Egmont Graphic Novel erscheinen Bücher mit starken Themen, die eine lange Halbwertszeit haben. Das heißt, wir betreuen unsere Titel weit über den Erscheinungstermin hinaus, bleiben am Ball und reagieren, wenn es etwas Neues gibt. Zweite Generation“ von Michel Kichka ist dafür ein gutes Beispiel. Dieses Buch ist immer wieder im Gespräch, in unterschiedlichen Zusammenhängen, zuletzt durch eine Kickstarter-Kampagne für einen Animationsfilm. Und natürlich haben unsere Eigenproduktionen „Antoinette kehrt zurück“ und „Hotel Hades“ einen besonderen Stellenwert, mit deren Autorinnen wir in stetem Kontakt stehen.

Welche Technik wird dafür verwendet und mit welchen Kanälen ist der Blog verbunden?

Wir arbeiten mit WordPress. Mit Hilfe verschiedener Plug-Ins können wir so einen Blog und CMS pflegen. Aktuell sind wir nur direkt mit Facebook verbunden, Twitter & Co. werden noch folgen. In der mobilen Version können Inhalte sogar demnächst direkt über unsere Webseite mit Whatsapp geteilt werden.

Gibt es einen Austausch mit der Community bzw. gibt es Feedback von Seiten der Leser?

Auf dem Blog gibt es leider nur wenig Feedback. Die User kommen eher dorthin, um zu lesen. Auf Facebook und Twitter hingegen ist das Feedback gut. Besonders viel Spaß machen immer die Gewinnspiele, bei denen die Teilnehmer selber ein bisschen kreativ werden müssen. Das ist eine lustige Art, sich auszutauschen. Außerdem werden unsere Halbjahresprogramme gerne diskutiert.

Egmont Graphic Novel Blog

Wie wird der Erfolg gemessen? Und welche Kriterien werden dafür angesetzt?

Wir sehen uns jeden Monat an, welche Seiten am häufigsten aufgerufen wurden und wie viele Nutzer auf unseren Seiten aktiv waren. Außerdem spielt die Reichweite eine Rolle.

Gibt es einen besonderen Wunsch für die Zukunft?

Ich würde mir eine verlagsunabhängige Graphic Novel Website wünschen, die sich speziell an Buchhändler richtet, sortiert nach Themen, Autoren und Verlagen. Ich denke, dass viele Buchhändler sich für Graphic Novels interessieren und ihre Kunden auf diesem Gebiet kompetent beraten möchten. Leider müssen sie sich dafür bisher noch durch eine Menge Blogs, Websites und/oder Verlagsprogramme wühlen, wenn sie wirklich einen vollständigen Überblick bekommen wollen. Das frisst sehr viel Zeit und ist von einem einzelnen Buchhändler kaum zu leisten.

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Was gibt es noch zu sagen oder ein kreativer Exkurs der Redaktion.

Ein kleiner Schulterblick auf unsere nächste Eigenproduktion. „Nenn mich Kai“ von Sarah Barczyk erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in ihrer Haut nicht wohl fühlt und lieber ein Mann sein möchte. Eine tolle Geschichte mit sympathischen Figuren, viel Witz, Augenzwinkern und einem topaktuellen Thema. Das Buch wird im nächsten Jahr bei Egmont Graphic Novel erscheinen, und ich freue mich schon sehr darauf.

Nenn mich Kai_Scribble

Scribbles von Sarah Barczyk aus „Nenn mich Kai“

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  1. Pingback: Pressespiegel: Egmont Graphic Novel in den Medien (5) | Egmont Graphic Novel | Bleibt im Kopf. Geht ins Herz.

  2. Hallo liebe Vera,
    Graphic Novelle – oder Comics an sich, sind gerade gefragter denn je. Plötzlich lesen alle wieder Comics. Von Zeit zu Zeit fische ich meine alten Prachtexemplare aus dem Regal und genieße Wort und Bild. Erst letzte Woche habe ich mir mit Melvilles Moby Dick (Zeichner: Pierre Alary) einen feinen Klassiker gegönnt und ich bin voll auf begeistert. Den Blog sowie den YouTube Kanal von Egmont kannte ich noch nicht u. ich danke für die Vorstellung.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    Kleine Randbemerkung: Für mich sind die Verlinkungen übrigens nur dann nicht sichtbar, wenn ich deine Beiträge über den neuen WordPress Reader lese, aber hier direkt auf deiner Seite ist für mich alles tippitoppi – trotz Sehschwäche!

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    • buecherliebhaberin

      Liebe Tanja,

      ja diese Entwicklung habe ich auch so wahr genommen. Bisher habe auch ich nur wenige Graphic Novels gelesen. Durch dieses Interviews ist mir bewusst geworden, wie groß die Bandbreite doch ist. Zudem landeten gleich ein paar Titel auf der Wunschliste.

      Mit den Verlinkungen werde ich mich noch einmal näher beschäftigen. Vielen Dank!!

      Liebe Grüße
      Vera

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  3. Die Links sind sehr schwer zu lesen.

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    • buecherliebhaberin

      Ich habe schon verschiedene Dinge ausprobiert. Der grüne Hintergrund lässt nicht viele Möglichkeiten zu. Schwarz wirkt mir zu hart. Ich werde aber noch ein bisschen tüfteln. Eine Idee??

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      • Bei den Einstellungen zum Design müsste die Schriftfarbe unabhängig vom Hintergrund sein. Bei meinem Theme musste ich zweimal die HG-Farbe ändern, bis ich plötzlich die Schriftfarbe ändern konnte.

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      • Über den Reader kann man den Text nicht einmal lesen, aber ich lese auf der Blogseite, wo der Unterschied zwischen Lauftext und Link nicht sehr groß ist.

        Ich habe mal dein Theme in der Vorschau (=/= Demo) ausprobiert, ist leider anders als bei mir. Solange das Grün keine Nuancen zulässt, ist es vielleicht nicht geeignet.

        Eine Möglichkeit wäre ein großes HG-Bild in derselben Farbe, während die Farben aber so eingestellt sind, dass die Links besser zu lesen sind. Nervt nur beim Scrollen.

        HTML oder ein CSS-Header wäre auch eine Möglichkeit, aber extrem aufwändig.

        Du könntest schauen, ob eine Fettformatierung hilft. Die Schriftfarbe kann man auch ändern, selbst wenn es ein Link ist. Und wenn das nicht klappt, dann vielleicht unterstreichen oder kursiv setzen.

        Ansonsten fällt mir leider nichts ein.

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        • buecherliebhaberin

          Vielen Dank für deine Mühe bei der Lösungsfindung. Momentan ändere ich schon die Schriftfarbe für die Links. Ich müsste ggf. noch eine andere Option wie Unterstreichen oder Kursiv hinzuwählen.

          Bzgl. des Readers bin ich erstaunt, warum du meine Beiträge nicht lesen kannst. Dieser technische Kleinkram im Hintergrund bereitet einem mehr als nur Kopfzerbrechen …

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