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Blogs der Buchbranche im Porträt | Diogenes Blog

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Die neue Reihe geht in die zweite Runde. Nachdem Kiepenheuer & Witsch begann, folgt nun der Diogenes Verlag aus Zürich mit dem verlagseigenen Blog und überrascht mit einer Fotosafari durch die eigenen Räume.

Seit wann gibt es den Blog?

Den ersten Beitrag haben wir am 30. Juni 2014 hochgeschaltet, also gibt es unseren Blog seit fast einem Jahr. Mit der Ausarbeitung der Grundidee und der Konzeption eines Redaktionsplans begannen wir jedoch ein paar Monate davor.

Warum gibt es den Blog und was gab den letzten Anstoß, den Blog aufzusetzen?

Der Buchmarkt durchlebt seit Jahren massive und existenzielle Veränderungen. Die Online-Welt bietet hier tolle Chancen, unsere Leser direkt zu erreichen: Nicht nur für den Vertrieb der eigenen Bücher, sondern auch für die Werbung und die Kommunikation.

Mit dem Blog können wir unsere Autoren und ihre Themen direkt einer interessierten und zahlreichen Leserschaft näher bringen. Als Buchverlag ist man schließlich dazu prädestiniert, Geschichten zu erzählen und vielfältige redaktionelle Inhalte zu vermitteln. Und auf einem Blog hat man dafür viel mehr Raum und ganz andere Möglichkeiten als via Print, Facebook, Twitter oder Instagram. Die Artikel sind oft multimedial und vor allem: sie bleiben auffindbar und verlinkbar.

Welche Zielstellung verfolgt der Verlag damit?

Der Blog ist ein Dreh- und Angelpunkt: Er ist der Ort, an dem wir von den Menschen und den Geschichten hinter unseren Büchern erzählen. Als schöner Nebeneffekt dient der Blog unseren Autoren als flexible Plattform für Gastbeiträge.

In dieser Vertiefung und Erweiterung unsers Verlagsprogramms richtet er sich einerseits an interessierte Leser: Sie erfahren mehr über unsere Autoren und auch über den Verlag selber. Neben Hintergrundberichten und Autoreninterviews zu Neuerscheinungen wollen wir auch auf ältere – nach wie vor lesenswerte – Titel aufmerksam machen, die in den Buchhandlungen nicht mehr zuvorderst auf den Tischen liegen. Also das Diogenes Programm in seiner ganzen, schönen Breite zeigen.

Zum anderen verstehen wir den Blog als Service für Buchhandlungen, die für ihre Webseiten und Newsletter ebenfalls Bedarf an hochwertigen Inhalten haben. Wichtig ist uns bei alldem, nicht nur zu informieren, sondern auch zu unterhalten.

Was unterscheidet den Diogenes Verlag von anderen Verlagen?

Wir möchten authentisch sein und die Menschen und die Geschichten hinter unseren Büchern vermitteln sowie den Lesern ab und zu einen Blick durchs Schlüsselloch des Verlags gewähren. Sehr bewährt hat sich für uns die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit (mehr dazu weiter unten).

Welche Themen/Formate sind besonders wichtig?

Ein Schwerpunkt ist natürlich das aktuelle Verlagsprogramm. Welche Hintergrundgeschichten gibt es zu unseren neuen Büchern oder zu unseren Autoren zu erzählen? Auch sonst wollen wir Aktuelles aufgreifen. Zum Beispiel in der Rubrik »Post von … « oder »Ein Autor – eine Stadt«. Beliebt sind natürlich auch die aus dem Diogenes Magazin bekannten Rubriken »Wer schreibt hier?«, »Mag ich/mag ich nicht« oder »Auf der einsamen Insel«. Wie gesagt kommen aber auch immer wieder mal Jubiläen, ältere Titel aus der Backlist oder witzige Begebenheiten aus der Diogenes Chronik zur Sprache.

Wie setzt sich die Redaktion zusammen und wo ist sie intern angesiedelt?

Der Diogenes Blog entsteht in Teamarbeit: Das sind Catherine Schlumberger, die sich ansonsten um die Veranstaltungen und Autorenlesungen bei Diogenes kümmert, Kerstin Beaujean, die stellvertretende Presseleiterin, aus der Werbeabteilung Susanne Bühler (Web/Social Media) und Martha Schoknecht (u.a. auch verantwortlich für unser Hörbuch-Programm). Schließlich Anna von Planta aus dem Lektorat. Diese abteilungsübergreifende Zusammenarbeit funktioniert sehr gut und garantiert uns eine Vielfalt an Themen und Ideen.

v.l.n.r. Susanne Bühler, Kerstin Beaujean, Catherine Schlumberger, Martha Schoknecht und Anna von Planta

v.l.n.r. Susanne Bühler, Kerstin Beaujean, Catherine Schlumberger, Martha Schoknecht und Anna von Planta

Welche Themenplanung liegt dahinter? Wie langfristig, nachhaltig sind die Themen angelegt?

Wir setzen uns regelmäßig zusammen, um neue Ideen und mögliche Themen zu besprechen und auszuarbeiten. Meist planen wir mit 4 – 6 Wochen Vorlauf. Doch das Schöne an einem Blog (im Vergleich zu Print) ist gerade auch die Möglichkeit, wenn nötig extrem schnell reagieren und ein aktuelles Thema innerhalb kürzester Zeit aufgreifen zu können.

Nachhaltig und langfristig ist ja unser Prinzip als Autorenverlag – ebenso wie die bereits genannten Rubriken sorgt das für Wiedererkennbarkeit und langfristige Orientierung.

Welche Technik wird dafür verwendet und mit welchen Kanälen ist der Blog verbunden?

Bis unsere neue Website fertig ist – ein langfristiges Projekt, drei Kreuze, wenn es abgeschlossen ist –, befindet sich unser Blog auf Tumblr. Die Beiträge werden dann auf Netzwerkmedien wie Facebook und Twitter geteilt, zudem ab und zu auf die aktuelle Diogenes Website und in Leser- und Buchhandels-Newsletter verlinkt. In die Blogbeiträge selber bauen wir Videoinhalte von YouTube ein.

Gibt es einen Austausch mit der Community bzw. gibt es Feedback von Seiten der Leser?

Der Kontakt zu den Lesern und deren Involvierung ist uns wichtig. Kommentare findet man aber bisher eher unter den geteilten Beiträgen auf Facebook oder Twitter als auf Tumblr.

Wie wird der Erfolg gemessen? Und welche Kriterien werden dafür angesetzt?

Erfolg bedeutet für uns, mit dem Blog langfristig hochwertige Inhalte anzubieten und spannende Geschichten zu erzählen. Sowie den Austausch, der dadurch mit Lesern, Buchhändlern, Bloggern und Journalisten entsteht.

Gibt es einen besonderen Wunsch für die Zukunft?

Die Integration des Blogs in die neue Website mit allen Vorteilen, die das mit sich bringt (z.B. alles an einem Ort zu haben und gut gefunden werden können).

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Was gibt es noch zu sagen oder ein kreativer Exkurs der Redaktion.

Fotosafari durch den Diogenes Verlag

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  4. Danke für dieses spannende Interview, aber vor allen Dingen auch für diese tollen Fotoimpressionen, die du uns mitgebracht hast. Da hatte ich fast das Gefühl, mit dir gemeinsam durch die Verlagsräume zu streifen.

    Um mal ganz direkt zu fragen: möchte der Diogenes-Verlag nicht vielleicht auch mal uns andere Blogger einladen? Das wäre doch klasse, ein Bloggertreffen im schönen Zürich.

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    Antwort
    • buecherliebhaberin

      Liebe Mara,

      meine persönlichen Eindrücke werde ich in einem späteren Beitrag veröffentlichen. Die Fotosafari wurde von der Diogenes-Redaktion zusammengestellt.

      Susanne und ihre Kolleginnen würden sich sicher sehr über einen Besuch von dir oder anderen Bloggern freuen. Bei war es in Verbindung mit einer privaten Reise nach Zürich und wir hatten dazu schon lange gesprochen. Frag doch einfach mal ganz unverbindlich ;).

      Gefällt mir

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