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Jeder Mensch ist ein Künstler

Veröffentlicht am
Sonne und Grau wechseln sich ab und schlagen aufs Gemüt. Wenn das Leben mal wieder mehr weh als gut tut, dann lasst euch von diesen Zeilen verzaubern:

Lass dich fallen.
Lerne Schnecken zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die “Ja” sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere “verantwortlich” zu sein. Tu es aus Liebe.
Mach viele Nickerchen.
Gib Geld weiter. Tu es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache viel.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern.
Höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein, sei frei.
Segne dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

Diese Zeilen werden oft Joseph Beuys zugeschrieben, obwohl sie im Original: How To Be An Artist eigentlich von Susan Ariel Rainbow Kennedy (SARK) stammen. Garantieren kann ich Euch das auch nicht. Vielleicht hat ja jemand mehr Details…

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  1. Liebe Bücherliebhaberin!

    Danke für Deine ausführlichen und sehr einleuchtenden Anmerkungen. Ich muss gestehen, dass ich noch nie die Leipziger Buchmesse besucht habe. Offenbar ein echtes Versäumnis. Ich gelobe Besserung, Deine Worte und die von Herrn Grass sagen ja alles.

    Ich wünsche Dir also herzlich viel Freude und eine gute Zeit bei der bald anstehenden Messe in Deiner Heimat!

    Alles Liebe und weiterhin viel Spaß mit deinem lesenswerten Blog, wünscht

    J.K.

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  2. Unter diesem Link findest du vom letzten Jahr eine ähnliche Diskussion zum Thema Buchmesse:

    http://glasperlenspiel13.blogspot.de/2012/02/preis-der-leipziger-buchmesse.html

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    Antwort
  3. Liebe buechermaniac,

    diese Zeilen habe ich in den letzten Tagen sehr oft gelesen und sie haben mir über eine schwierige Zeiten geholfen. Gerade die beiden Zeilen, die du herausgesucht hast, haben eine ganz besondere Bedeutung für mich.

    Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende
    Die Bücherliebhaberin

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    Antwort
  4. Schön, dass du regelmäßig vorbeischaust. Freue mich über jeden neuen Leser und Interessierten! Bzgl. der lit.Cologne folgendes: Wie bei der Literatur selbst muss man auch bei Veranstaltungen Prioritäten setzen und seinen Vorlieben Raum geben. Ich bin gebürtige Leipzigerin, mein Herz schlägt für und mit Leipzig. Ich bin mit dieser Messe groß geworden, habe selbst auch schon in verschiedenster Weise mitgewirkt. Es hängt also ein Stück Herzblut an Leipzig liest und der Messe. Es gibt viele interessante und wichtige Lesefestivals, die sicher alle eins zum Ziel haben: Freude am Lesen zu wecken und weiterzutragen. Daher können wir in Deutschland froh sein, dass wir so ein mannigfaltiges Programm an Lesefestivals haben. Die lit.Cologne mag ihre Reize habe, aber mich lässt sie unberührt. Die Konzepte sind zudem sehr unterschiedlich. In Leipzig sind Buchmesse, Literaturfestival und die Stadt Leipzig eng miteinander verwoben. Man kann sich dem Flair dieser vier Tage nicht entziehen. Man spürt es überall. Ein zweiter für mich sehr wichtiger Punkt: In Leipzig geht man zur Messe, hört in die eine andere Lesung rein, trifft vielleicht zufällig den einen oder anderen Schriftsteller auf dem Gang, spürt nach wie vor die Aura die Bücher und Literatur verstrahlen. Geht am Abend nach in die Stadt, um weiter der Bücherlust zu frönen.
    In Köln hingegen sind es vorwiegend Abendveranstaltungen mit gepfefferten Eintrittspreisen. Damit bleibt bei mir ein fader Beigeschmack hängen. Will sagen: Die lit.Cologne wird für mich zur elitären Veranstaltung. Möchte man nur sechs der wirklich interessanten Lesungen erleben, kann/muss man fast an die 100 Euro dafür bezahlen! Nicht jeder Literaturliebhaber hat das entsprechende Kleingeld dafür und später dann erst recht nicht zum Kauf der vorgestellten Bücher. Soll nicht heißen, dass ich die Literatur und die Präsentation derselbigen zu Schleuderpreisen sehen möchte und diese „Kunstform“ herabsetzen will. Aber in Leipzig haben Bücherliebhaber viel mehr Chancen direkt an der Literatur, direkt am Buch zu sein. Aus diesen Gründen wirst du nichts zur lit.Cologne auf glasperlenspiel13 finden.

    Ich hoffe, du bleibst mit trotzdem als Leser treu. Ich beende diesen Kommentar mit den Worten von Günter Grass:
    „Ich komme immer wieder gern zur Buchmesse nach Leipzig, weil auf dieser Messe das Buch im Mittelpunkt steht. Das Vorlesen ist hier ein Vergnügen, denn das Leipziger Publikum kann sehr gut zuhören. Leipzig ist eine Stadt, in der für das Überleben des Buches und des Büchermachens gearbeitet wird. Als Autor und leidenschaftlicher Leser kann ich mir Besseres nicht vorstellen.“

    Viele liebe Grüße
    Die Bücherliebhaberin

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  5. Liebe Bücherliebhaberin

    Das sind ja ganz tolle Worte. Jede Zeile sollte man aufschreiben, aufhängen und immer mal wieder nach einer leben. „Kichere mit Kindern“ und „Höre alten Leuten zu“ gefallen mir ausgezeichnet :)

    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    buechermaniac

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  6. Liebe Bücherliebhaberin!

    Vielen Dank für Deine Antwort. Wir sind uns einig, das Leben ist bunt. Zuweilen verzaubert. Manchmal schwer zu verstehen.

    Übrigens – ich habe Dein glasperlenspiel13 kurz vor Weihnachten 2012 entdeckt. Zufällig, aus dem Nichts sozusagen. Schaue seit dem regelmäßig vorbei. Gefällt mir ausgesprochen gut, alles! Aktuell frage ich mich allerdings: Wann bringt die Bücherliebhaberin was zur lit.Cologne? Diese hat gestern begonnen. Noch dazu zum 13. Mal, und das im Jahr 2013. Denken Sie das!

    J.K.

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  7. Lieber oder liebe J.K. ?

    vielen Dank für dein Vorbeischauen auf glasperlenspiel13 und ein herzliches Willkommen! Auf diese Zeilen hat mich erst vor kurzem jemand aufmerksam gemacht und du hast Recht: Sie sind ein Schatz, den es aufzubewahren gilt! In ihnen steckt (wie du schon so schön gesagt hast) viel Zuneigung und Vertrautheit aber auch die Lust am Leben und der Liebe. Sie bewirken ein freien Fall, wirken unschuldig und leicht. Egal werde diese Zeilen zu Papier gebracht hat: Sie laden ein zum Träumen und fallen lassen. Und wer auch immer diese geschenkt bekommt, sollte unendlich dankbar sein.

    Liebe Grüße
    Die Bücherliebhaberin

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    Antwort
  8. Liebe Mila,

    ich wusste, dass dieser Text Anhänger finden wird. Jede Zeile birgt einen anderen Zauber und ich lese sie immer wieder gern. Judith Kerr habe ich gleich mal nachgeschaut – eine schöne Geschichte. Merk ich mir für meinen Sohn ;)

    Einen schönen Abend
    Liebe Grüße von der Bücherliebhaberin

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    Antwort
  9. Liebe Bücherliebhaberin! Ich denke diese Zeilen stammen tatsächlich von Beuys. Bin mir aber auch nicht sicher. Wo ich mir aber sicher bin: wenn dir jemand diese Zeilen schenkt, und du das Gefühl hast sie kommen von Herzen, dann bewahre sie auf wie einen heimlichen Schatz. Es könnte sein, er hat es in Liebe getan.

    J.K.

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    Antwort
  10. Auf jeden Fall sind die Zeilen wundervoll. Mir gefällt besonders: „Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein“. Vielleicht weil sie mich an ein Kinderbuch erinnern, das ich sehr mag: „The Tiger who came to tea“ von Judith Kerr.
    herzliche Grüße von mila

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