NEU: ed. cetera Verlag

„ed.cetera ist ein Versuch wie Versuchung, vielleicht auch ein großartiger Irrtum, aus dem wir etwas lernen werden oder nichts, aber ganz sicher ein fast unendlicher Spaß.“

Ende Januar dieses Jahres startete das Projekt von Eyk Henze: der Leipziger ed. cetera Verlag. Auf meine Frage hin, welche Beweggründer Eyk Henze hat, antwortete er: „Nun ja als Buchliebhaber und -wissenschaftler lag es nicht so fern, sich mit einer Verlagsunternehmung zu probieren.“ Das erste Werk, das er in seinem Verlag veröffentlicht, ist „xo“ von Francis Nenik. Kein gewöhnliches Buch, weder vom Format noch vom Inhalt. Henze: „Das Buch bot eine gute Gelegenheit, gerade diese Buch, mit aller Naivität und Blauäugigkeit, die man bei einem solchen Versuch und mit dem angehäuften Wissen überhaupt noch haben kann, etwas zu tun, statt zu unterlassen. Mit „xo“ machen wir es uns nicht leichter. Aber so werden wir am ehensten etwas daraus lernen.“

cc by-sa

Das Besondere an „xo“: es ist nicht gebunden. Die 853 (!) Seiten liegen in Form von 427 Blättern in einer extra angefertigten Kartonage. So wird natürlich auch die Lektüre revolutioniert, denn die 125 Kapitel kann man nicht nur von vorn nach hinten, sondern auch durcheinander lesen. Unterstützt wird solch Leseweise durch die non-lineare Erzählweise. Aber worum geht es eigentlich? die Beschreibung auf der Website passt sich dem Format an:

Ein Auszug: „Eine Mischung aus Briefroman, Comic und durcheinanderzentriertem Gefabel. Ohne Bei­spiel, ohne Bindung. Eine Heimatloseblattsammlung? Wer weiß … Auf jeden Fall: das Vergehen einer Epoche als irdische Komödie. Und das Werden einer anderen als Groteske. Zudem: ineinandersickernde Welten, eigenhändig vom Autor gefälschte Dokumente, nicht eine einzige bedeutende historische Persönlichkeit, keine Mauer, keine DDR, keine Pioniere. Stattdessen: »Die Geschichte des Baus vorgefertigter Häuser. Unter besonderer Berücksichtigung mobiler Wellblechgebäude.« Druckreif, wie sich’s gehört. Dazu ein Projectmacher namens A. B. C. Dreh (»Bana les Binnen-B, wollen wir wetten?«), ein Mann, den alle Universalius nennen, und einer, der seine Nase abnehmen kann. Frauen kommen in der Geschichte auch vor.“ Weiterlesen hier.

Das Buch wird sicher nicht ganz oben auf meiner Bücherliste landen aber ich finde es spannend und mutig, dass es solche Unternehmungen weiterhin gibt (trotz aller Widrigkeiten). Da wünscht man sich selbst glatt ein bisschen mehr Mut. Und noch einmal Henze: „… und es gibt, um mit Erich Kästner zu sprechen, nichts Gutes, außer man tut es. Und wir werden weiter tun.“

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