Laura Esquivel „Bittersüsse Schokolade“

58b1f-lauraesquivelBittersüss trifft es genau richtig. Diesen scheinbaren Widerspruch erfährt der Leser in Form einer tragischschönen Liebesgeschichte, ohne dass diese dabei allzu kitschig erscheint. Bitter meint es das Schicksal im Mexiko des frühen 20. Jahrhunderts vor allem mit Tita, der jüngsten Tochter von Mama Elena. Denn in dieser Rolle muss sie eine alte Tradition befolgen, die besagt, dass sie ihre Mutter im Alter pflegen muss und damit auch nicht heiraten darf. Versüßt wird ihr Leben durch Pedro, ihrer einzig wahren Liebe. Schon früh gesteht er auch ihr seine Gefühle, muss sich aber der Tradition beugen, die von Mama Elena strengstens eingehalten wird. Um Tita trotzdem nahe zu sein, heiratet Pedro daraufhin die ältere Schwester Rosaura. Probleme sind damit natürlich vorprogrammiert.

Tita verbringt ihre Kindheit vorwiegend in der Küche bei Nacha, der Küchenfee des Hauses und erfährt von klein auf all die Geheimnisse der mexikanischen Küche. Und so wird jedes Kapitel mit einem alten mexikanischen Rezept eingeleitet. Titas besondere Kochkünste bleiben auf dem Hof jedoch nicht ohne Konsequenzen. Da ist der Chabela-Hochzeitskuchen, den Tita unfreiwillig mit ihren Tränen würzt und so der Hochzeit von Pedro und Rosaura ein unrühmliches Ende beschert oder die Wachteln in Rosenblättern, die Gertrudis, Titas zweite Schwester, Wollust offenbaren.

Ob Tita und Pedro am Ende doch noch zueinander finden, solltet ihr unbedingt nachlesen. Leicht und schnell liest sich dieses Büchlein, das vor Liebe und Leidenschaft nur so strahlt. Da ich selbst gern den Kochlöffel schwinge und in Mexiko auch schon am Herd stand, um Tamales zuzubereiten, interessierten mich die Rezepte ganz besonders. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die alle Sinne anregt.

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Laura Esquivel „Bittersüsse Schokolade“
BRIGITTE Buch-Edition Die Liebesromane
Original: „Como agua para chocolate“
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4 Comments

  1. … ja, die Verfilmung habe ich auch einmal gesehen. Müsste Anfang der 90er gewesen sein. Ich fand den Film auch sehr stimmungsvoll. Was das Nachkochen betrifft – nur Mut, liebe Bücherliebhaberin ;-) . LG Beate

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  2. Die Rezepte klingen schon verlockend aber wenn ich dann lese, wie aufwendig sie doch sind, wird mir etwas bange. Über die Verfilmung habe ich bis jetzt auch nur Gutes gehört. Ich denke, dass ich mir den Film mal ausleihen werde.

    Dir auch eine schöne Woche

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