Alonso Cueto „Die blaue Stunde“

Was passiert mit einem Menschen, wenn dieser erfährt, dass er mit einer Illusion gelebt hat und herausfindet, dass der eigene Vater ein Folterer und Vergewaltiger war. Alonso Cueto widmet sich genau dieser Thematik in seinem Roman „Die blaue Stunde“. Cueto selbst hat seinen Roman als Märchen mit umgekehrten Vorzeichen beschrieben.

Adrian lebt auf der Siegerseite der heutigen peruanischen Gesellschaft. Er feiert Erfolge in seiner Anwaltskanzlei, hat zwei hübsche Töchter und eine intelligente Frau geheiratet. Kurzum es könnte ihm nicht besser gehen. Der plötzliche Tod seiner Mutter und die darauffolgenden Geschehnisse werfen ihn in jedoch aus der Bahn. Er findet in den Hinterlassenschaften der Mutter einen ominösen Brief mit brisantem Inhalt. Offizier Ormache, sein Vater, soll zu Zeiten des Bürgerkrieges zwischen der peruanischen Regierung und der Rebellenbewegung Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) ein Mädchen entführt und mit ihr zusammen gelebt haben. Diese ungeheuerliche Geschichte lässt Adrian nicht mehr in Ruhe und es beginnt eine abenteuerliche Suche. Mit Hilfe seines Bruders, alten Kameraden seines Vaters und eigenen Recherchen erfährt er die ganze Tragweite: Sein Vater folterte nicht nur, nein er mordete auch während seines Einsatzes beim Militär.

Nach und nach stellt Adrian sein bisheriges Weltbild in Frage und setzt dabei seine Familie und seine Karriere aufs Spiel. Als er dann endlich Miriam, die „Geliebte“ seines Vaters findet, verliebt er sich in sie und die Katastrophe scheint vorprogrammiert.

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7 Comments

  1. Liebe Svenja,
    ich bin ein Fan von kurz und knackig und zuviel verraten will ich auch nie, sonst gibt es ja gar keinen Anreiz mehr.
    Und zufällig hab ich Hispanistik im Hauptfach studiert ;), Germanstik wr dann doch eher Nebenfach. Ich weiß hier tummeln sich viele spanischsprachige Autoren.

    Gefällt mir

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