Die eigene Bibliothek…

Ja die eigene Bibliothek ist schon ein kleines Heiligtum und ich muss gestehen, dass ich alles dafür gebe, um sie zu vergrößern! Die Platzfrage ist dabei leider nicht immer einfach zu beantworten. Zumal ich es sehr wichtig finde, dass meine Bücher nicht irgendwann in einem extra Raum mit der Bezeichnung „Bibliothek“ landen – sie sollen ja eigentlich immer in meiner Nähe sein. In den letzten Jahren habe ich mir viele private und öffentliche Bibliotheken angeschaut und dabei viele interessante Einblicke erhalten. Dürrenmatts Bibliothek in Neuchâtel zum Beispiel ist eher nüchtern und modern, hingegen die beiden großen Bibliotheken in Leipzig (Deutsche Nationalbiliothek und die Universitätsbliothek Albertina) auf gekonnte Weise Funktionalität und Historie verbinden.

Ich gestehe, dass ich das eine oder andere Mal sogar ein bisschen neidisch geworden bin – nicht zwingend wegen der Größe, sondern einfach aufgrund des besonderen Ambientes – wie bei  Pablo Neruda in Santiago de Chile oder in der Biblioteca Palafoxianain Puebla (Mexiko). Man spürt die Ruhe, die Hunderte von Bücher ausstrahlen können, fühlt sich ein wenig befangen von der Fülle an Wissen & Geschichte und möchte sich am liebsten in einen der großen Sessel setzen und sich ein Buch zur Hand nehmen. Viele Literaturbegeisterte halten es ja für überflüßig Bücher zu horten und verschenken oder verborgen ausgelesene Exemplare sofort weiter. Das könnte ich nicht. Einmal gekauft oder geschenkt bekommen, wird das gute Stück in die Bibliothek einsortiert und ab da an gepflegt und gehegt. Wie haltet Ihr es? Seid Ihr auch begierige Sammler oder leiht Ihr Euch auch mal ein Buch aus der Bibliothek? Und habt Ihr außer der eigenen eine ganz spezielle Lieblingsbibliothek?

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7 Comments

  1. Vielen Dank für Deinen Kommentar zu Hemingway. Dadurch habe Deinen schönen Blog entdeckt. Endlich mal wieder jemand, der nicht nur oberflächliche Literatur liest.

    Und: für jeden Bücherliebhaber ist eine eigene Bibliothek der Traum. Wenn die Kinder bei mir mal aus dem Haus sind, wir in jedem Fall ein Raum dafür umgebaut!
    LG Anke

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  2. @wortlandschaften
    Viele Neubauten sind mir oft zu funktional und „unterkühlt“, daher bevorzuge ich nach wie vor die historischen Bibliotheken.

    @durchleser
    Wenn Du dann mal wieder 1.000 Bücher (zwecks Umzug) loswerden möchtest, gib Bescheid :)

    Liebe Grüße
    Vera

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  3. Die Schwankungen sind umzugsbedingt, denn spätestens dann wird aussortiert, umsortiert, verschenkt und verkauft! Doch es gibt immer eine Art Grundbasis mit den Büchern, die im Durchleser-Leben eine sehr wichtige Rolle spielten und immer noch spielen …. Inzwischen ist der Bestand mal wieder auf knappe 3000 Titel angewachsen!

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  4. Wow, da bist Du ja schon ganz schön in der Weltgeschichte umhergereist. Ich mag historische Bibliotheken auch sehr gerne, habe wie Du schon ein paar beeindruckende ansehen können. Ich mag aber auch moderne Neubauten, in denen man sich dann doch ganz anders bewegt. Es gibt so viele unterschiedliche Raumkonzepte in Bibliotheken und architektonische Glanzleistungen. Ich mag es, wenn man in Bibliotheken viele verschiedene Rückzugsmöglichkeiten hat, sei es um sich in Ruhe einer Arbeit zu widmen oder aber auch um in Gruppen diskutieren zu können. In modernen Bibliotheken ist das ohne Problem möglich, da verteilen sich die Menschen auf vielen Ebenen. In Bibliotheken, die in ihrer räumlichen Kapazität sehr eingeschränkt sind, geht es allerdings manchmal zu wie im Supermarkt, da fühle ich mich dann nicht so wohl.

    Ich leihe ab und zu Bücher aus, kaufe aber meistens selbst, sammle also auch. Ich kann mich ebenso schwer von Büchern trennen. Wenn mir ein Buch gar nicht gefällt, dann ist das natürlich was anderes.

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  5. Lieber Durchleser,
    die Schwankung von 2.000 Büchern ist ja enorm! Wie kommt denn das zustande? Sortierst du regelmäßig aus?
    Bibliotheken suche ich nach meinem Studium auch nur noch aus Interesse auf. Ausgeliehen habe ich seit Jahren nichts mehr. Jetzt werden alle Bücher gekauft! Da ich regelmäßig nach Paris fahre, werde ich wohl bald mal die Bibliothèque Sainte-Geneviève aufsuchen. Vielen Dank für den Tipp!

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  6. Der Durchleser lebt quasi in seiner eigenen Privatbibliothek, die mal wächst, dann wieder sich etwas verkleinert und wieder von neuen wächst je nach Raumkapazität. Sie schwankt immer so zwischen 2000 – 4000 Büchern. Da der Durchleser viele seiner Bücher mit Bleistift und nicht nur einmal, sondern auch öfter liest, besucht der Durchleser Bibliotheken im Sinne von klassischen Stadtbüchereien eigentlich nicht. Bibliotheken mit historischen Hintergrund oder architektonischen Besonderheiten werden von Zeit zu Zeit besichtigt und auch zum Lesen bzw. Arbeiten aufgesucht. Eine der Lieblingsbibliotheken von Durchleser ist die Bibliothèque Sainte-Geneviève in Paris (nähe des Panthéon – siehe http://www-bsg.univ-paris1.fr/home.htm).

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