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Alexander Osang „Königstorkinder“

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Projektarbeit ist das Stichwort! Und wenn es nicht der tragischen Wahrheit entspräche, wäre es umso amüsanter. Das letzte Buch von Alexander Osang „Königstorkinder“ ist ein Berlin-Roman, der uns das Leben des Ossis Andreas mit all seinen Projekten erzählt. Er hat bis jetzt jeweils eine Hälfte seines Lebens in der DDR und die andere im wiedervereinten Deutschland gelebt. Nach einer gescheiterten Karriere als Journalist findet er sich nun in einer Projektgruppe wieder, die Theaterstücke aufführt. Aktuelles Projekt (und da haben wir es wieder): Ein Programm zum 20. Jahrestag des Mauerfalls soll inszeniert und einstudiert werden. Zusammen mit anderen arbeitslosen Intellektuellen, im heutigen Jargon auch gern mal gescheiterte Existenzen genannt, soll er die denkwürdigen Ereignisse des Jahres 1989 vor interessiertem Publikum aufleben lassen.

Unser Anti-Held Andreas trifft im Zuge dieser Vorbereitungen die Münchnerin Ulrike, die mit ihrer kleinen Familie in einer schicken Wohnsiedlung gleich gegenüber der Beschäftigungsagentur wohnt. Eine Liebesaffäre beginnt und Andreas entdeckt in dieser oberflächigen, heilen Welt von Ulrike eine ganz neue Welt – und das mitten in seinem Berlin. Seine unglaubliche Geschichte erzählt er einem Arzt, der ihn für ein Raumfahrtprogramm (sein neuestes Projekt) testen soll. Mit fortschreitendem Gesprächsverlauf vermischen sich aber immer mehr Wahrheit und Fiktion; Realität und Wunsch. „Königstorkinder“ – der Versuch einer Annäherung zwischen Ost und West oder nur reine Bestandsaufnahme einer (immer noch) nicht ganz geglückten Vereinigung?

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