Literaturkreis: Haruki Murakami

Klein aber fein ist unser Literaturkreis (hier in Frankfurt & Umgebung). Zu dieser Idee inspirierte mich mein Vater, der schon seit einigen Jahren einen Literaturkreis mit seinen Freunden pflegt. Vier lesebegeisterte Frauen haben sich vor einem Jahr zusammengeschlossen, um Literatur miteinander zu besprechen und es ist immer wieder faszinierend festzustellen, wie unterschiedlich die Meinungen doch sind.

Für das nächste Mal steht Haruki Murakami auf dem Plan. Wir haben uns geeinigt verschiedene Bücher von ihm zu lesen. Ich hatte bis jetzt nur das Vergnügen mit „Gefährliche Geliebte“ und muss ehrlicherweise gestehen, dass ich das Buch wenig ansprechend fand. Schon allein, dass ich mich nicht mehr an alles erinnern kann, spricht nicht unbedingt für das Buch. Kann mir denn jemand ein anderes Buch von ihm empfehlen?

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5 Comments

  1. Ich teile deine Meinung bezüglich der Gefährlichen Geliebten. Entgegen vieler positiver Meinungen konnte mich das Buch weder berühren noch ist es mir in bleibender Erinnerung geblieben.
    Allerdings gibt es viele andere Werke des Autors, die mir sehr am Herzen liegen. Für euren Lesekreis bietet sich aktuell tatsächlich „Naokos Lächeln“ an, da die Verfilmung im Juni im Kino kommt. Das Buch war mein erstes von Murakami und hat direkt das Fieber geweckt, sodass ich danach fast alle anderen Werke des Autors verschlungen habe. Allerdings ist „Naokos Lächeln“ in meinen Augen kein typisches Murakami-Werk, da es verhältnismäßig realistisch geschrieben ist und die Murakami-berühmten surrealen Elemente weitestgehend außen vor bleiben. Trotzdem konnte mich „Naokos Lächeln“ durch die besondere Atmosphäre und die teiweise sehr starken, aber auch zerbrechlichen Charaktere fesseln.

    „Mister Aufziehvogel“ ist eines meiner liebsten Bücher, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es sich für euer Projekt eignet. Ich finde den Roman wirklich grandios, doch viele Leser fanden es streckenweise auch sehr langatmig und wirr. Der Umfang ist natürlich auch nicht zu verachten (ich weiß die Seitenzahl gerade nicht auswendig, aber es müssten so um die 700/800 Seiten sein).

    Zum Diskutieren finde ich „Hard-boiled wonderland und das Ende der Welt“ sehr interessant, da es darin viele symbolische Elemente gibt. Vielleicht muss man sich erst an den Aufbau gewöhnen – zwei Geschichten wechseln sich Kapitelweise ab, sodass man ständig umschalten muss, doch ich fand die Handlung und wie sich beide Stränge am Ende verknüpfen sehr spannend und mysteriös.

    „Kafka am Strand“ könnte sich auch eignen, da es eine angenehme Mischung aus Surrealismus und Realismus ist.

    Die Kurzgeschichtenbände von Murakami finde ich hingegen weniger ansprechend und das, obwohl ich ein gr0ßer Fan des Autors bin.

    Meine Empfehlungsliste für euer Vorhaben sieht wie folgt aus:
    1. Hard-boiled wonderland…
    2. Naokos Lächeln
    3. Kafka am Strand
    4. Mister Aufziehvogel
    5. Wilde Schafsjagd

    Den neuesten Roman würde ich nicht empfehlen. Er ist zwar wieder ein kleines Meisterstück, jedoch noch unvollständig, da der dritte Teil erst dieses Jahr im Herbst erscheinen soll und Band 1 und 2 zusammen über 1000 Seiten füllen. Zudem ist der stolze Preis von 32 € auch nicht für jeden erschwinglich.

    Ich hoffe, das hat dir ein wenig weitergeholfen :)

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  2. Das ging mir ähnlich. Probier es doch mal mit „Naokos Lächeln“ Vielleicht gefällt es Dir besser. Bin gespannt was Du davon hältst.

    Schöne Grüße

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